Um das Thema “Mitten im Terror” aus Folge 85 noch ordnungsgemäß abzuschließen, möchte ich hier noch ein paar Kleinigkeiten nachschieben, die im Beitrag nicht verwendet wurden. So ist beispielsweise die Antwort der Niedersächsischen Landesmedienanstalt auf die Beschwerde des Ehepaars bemerkenswert:

Interessant ist die Argumentation, die generell seitens der Landesmedienanstalten erfolgt, Motto: Wir schauen uns nur die Sendungen an, mehr nicht. Soll heißen: Dass hinter den Kulissen gefaked wurde, dass bestimmte Szenen nur durch Nötigung und Verfälschung zustande kamen, interessiert schlichtweg niemanden. Ein gebeutelter Protagonist hat also keine Anlaufstelle für seine Beschwerde – außer dem Gericht. Und auch dort sind die Klagen ja meistens nicht von Erfolg gekrönt. Das Fernsehen hat somit im Grunde Narrenfreiheit – wohlwissend, dass das Opfer kaum eine Chance hat, zu seinem Recht zu kommen.
Welche Folgen eine negative, einseitige Darstellung für Protagonisten haben kann, wurde ja im Beitrag bereits deutlich. Wie es überhaupt zu Massenkrawallen kommen kann, zeigen Chats und Einträge im Internet, wo sich hasserfüllt gegenseitig hochgeschaukelt wird. Eine kleine Auswahl:

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Und hier noch zwei Mails der Redakteurin Jana K., die noch einmal ihre Heuchelei dem Ehepaar gegenüber vedeutlichen. In der ersten Mail schlägt sie sogar unverblümt einen Fake vor. Die Szene, in der das Ehepaar das Fenster mit Folie abklebt, wird in der fertigen Sendung schließlich auch gezeigt – natürlich zu dessen Nachteil.


geschrieben am 06.02.2012 um 22:09 von Fernsehkritiker · 31 Kommentare Kommentar hinterlassen